Die #Bronzereliefs am #Berliner #Marstall

In Metall gegossene Geschichte

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 Wenn man vom Alex kommend das Nikolaiviertel hinter sich gelassen hat, und über die Rathausbrücke (ehem. Kurfürstenbrücke) die Spree überquert, sieht man an der Fassade des Marstalls zwei große Bronzereliefs mit Revolutions-szenen.

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Eher Unauffällig sehen die aus Metall gegossenen Bronzereliefs aus. Kein Hinweis erklärt dem Betrachter um was es sich hier handelt. Auch die Reiseführer und  im Internet wird zwar der Marstall erwähnt, aber über die beiden Kunstwerke kaum ein Wort. (Hier erfährt man: Der Königliche Marstall diente zur Unterbringung der 300 Pferde sowie der Kutschen und Schlitten des kaiserlichen Hofes. Daher der  Name Marstall. 1898 bis 1903 wurde ein neues Gebäude im neo barocken Stil errichtet, das der kaiserlichen Hofhaltung als Wirtschaftsgebäude diente.Während der Novemberrevolution 1918 war in dem Gebäude die Volksmarinedivision untergebracht, und ab 1920 die Berliner Stadtbibliothek.Heute wird das Gebäude wird von der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) sowie dem Verein für die Geschichte Berlins genutzt. Zugleich wurde in einem ersten, 2005 abgeschlossenen Bauabschnitt die Fassade teilweise restauriert.)

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Also schon ein wenig über die Revolution, die für Deutschland das ende des Kaiserreiches brachte.

Ihr unmittelbarer Auslöser aber war der Flottenbefehl der Seekriegsleitung vom 24. Oktober 1918. Er sah vor, die deutsche Hochseeflotte trotz der bereits feststehenden Kriegsniederlage Deutschlands in eine letzte Schlacht gegen die britische Royal Navy zu entsenden. Gegen diesen Plan richtete sich die Meuterei einiger Schiffsbesatzungen, die in den Kieler Matrosenaufstand mündete. Dieser wiederum entwickelte sich innerhalb weniger Tage zur Revolution, die das ganze Reich erfasste.

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Revolutionäre Matrosen schwärmten in Gruppen im ganzen Reichsgebiet aus, um sich überall an die Spitze der aufständischen Arbeiter und Soldaten zu setzen. In Berlin nannten sie sich etwas hochtrabend Volksmarinedivision und quartierten sich im Marstall ein, um auch nach der Abdankung des Kaisers am 9. November 1918 dort zu bleiben. In den Weihnachtstagen des Revolutionsjahres griffen konterrevolutionäre Freikorps die Matrosen an.

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Es kam zu heftigen Kämpfen. Nach dem Scheitern des Januaraufstandes 1919 löste sich der revolutionäre Kampfverband auf. Es blieb die Legende von den roten Matrosen, die in der DDR zum festen Bestandteil der Traditionspflege wurde.

Zeitgeschichte auf Bronzetafeln

Die Bronzetafeln Schuf der Berliner Bildhauers Gerhard Rommel. Am 9. November 1988 wurde zum 70. Jahrestag der Ereignisse das Denkmal enthüllt. Das linke Relief hat neben dem  Porträt von Karl Marx die Inschriften

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„Es lebe die soziale Revolution“ und „Es lebe der Frieden der Völker“.

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Die Tafel rechts an der Fassade zeigt Arbeiter und Soldaten, die sich vor Karl Liebknecht gruppieren. Der Text lautet: „Am  9. November 1918 ruft Karl Liebknecht die freie sozialistische Republik aus“.

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Am unteren Bildrand  erwähnt der Künstler auch die Frauen + Kinder.

Die Gestaltung der Bronzetafeln ist sehr realistisch und ein in Metall gegossenes Geschichtsbild.

 

 

text auch aus-

https://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Marstall

https://de.wikipedia.org/wiki/Novemberrevolution

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