Rainer Maria Rilke


Rainer Maria Rilke, nach einer Zeichnung von Emil Orlik (1917)

Rainer Maria Rilke (* 4. Dezember 1875 in Prag, Österreich-Ungarn; † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux, Schweiz; eigentlich: René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke) war Lyriker deutscher Sprache. Mit seiner in den Neuen Gedichten vollendeten, von der bildenden Kunst beeinflussten Dinglyrik gilt er als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne.

Aus Rilkes Werk sind etliche Erzählungen, ein Roman und Aufsätze zu Kunst und Kultur sowie zahlreiche Übersetzungen von Literatur und Lyrik bekannt. Sein umfangreicher Briefwechsel gilt als wichtiger Bestandteil seines literarischen Schaffens.wikipedia



Dieses ist das erste Vorgefühl des Ewigen: Zeit haben zur Liebe.


Alle, die in Schönheit gehn,
werden in Schönheit auferstehn.


O Herr, gib jedem seinen eignen Tod.
Das Sterben, das aus jenem Leben geht,
darin er Liebe hatte, Sinn und Not.

Kunst heißt, nicht wissen, daß die Welt schon ist, und eine machen.

Daß etwas schwer ist, muß ein Grund mehr sein, es zu tun.


Ist nicht ein helfendes Leben ein zehnfaches?


Für den Schaffenden gibt es keine Armut und keinen armen, gleichgültigen Ort.


Die Kinder sind der Fortschritt selbst – vertraut dem Kinde.


Verwandlung ist nicht Lüge.


Es gibt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere.


Die Katzen sind Katzen, kurz gesagt, und ihre Welt ist die der Katzen, von einem Ende zum andern.


Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.


Ich lerne es täglich, lerne es unter Schmerzen, denen ich dankbar bin: Geduld ist alles.


Die Zeit der andern Auslegung wird anbrechen, und es wird kein Wort auf dem andern bleiben.


Vergessen sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!


Das Leben und dazu eine Katze, das ergibt eine unglaubliche Summe, ich schwör’s euch!


Vergangen nicht,
Verwandelt ist,
Was war.


Ich lerne sehen, ja, ich fange an. Es geht noch schlecht. Aber ich will meine Zeit ausnutzen.


Die Zukunft zeigt sich uns, lange bevor sie eintritt.


Das Leben sagt immer zugleich: Ja und Nein. Er, der Tod, ist der eigentliche Ja-Sager. Er sagt nur: Ja.


…. das halte ich für das beste Gefühl: Einsam und doch in einer großen Gemeinsamkeit….


Alles, was mehr aus uns macht, ist Gnade für uns.


Vor der Natur gibt es kein Urteil;
sie hat immer recht.


Unsere größten Ängste sind die Drachen,
die unsere tiefsten Schätze bewahren.


Will dir den Frühling zeigen,
der hundert Wunder hat.
Der Frühling ist waldeigen
und kommt nicht in die Stadt.


Und der Mut ist so müde geworden und die Sehnsucht so groß.


Ich glaube an das Alter, lieber Freund, Arbeiten und Altwerden, das ist es, was das Leben von uns erwartet.


Dieses endgültig freie Jasagen zur Welt rückt das Herz
auf eine andere Ebene des Erlebens.



Die moderne Bauschablone
Will mir wahrlich gar nicht passen.


Traum ist ein Stück vom Leben.


Denn Armut ist ein großer Glanz aus Innen…


Jeder Tag ist der Anfang eines Lebens,
jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.


Das Übervollsein des Tages ist der völligen Leere gleichzusetzen.


Ich glaube nicht, daß das zerstörte Alte schon etwas Neues ist.


Alles, was mehr aus Ihnen macht,
als Sie bisher in Ihren besten Stunden waren, ist recht.


Das Schicksal wird nicht außerhalb des Menschen
bestimmt, sondern entsteht aus ihm selbst.


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